MMA bei der ersten Pechakucha Nacht Salzburg
24.06.2009 • Brigitte Jellinek • Allgemeines • 1 Kommentar
Bei der ersten Pechakucha Nacht Salzburg stellte Brigitte Jellinek die Studiengänge des mediaCUBE vor. Dabei wurden auch zwei Probleme und ein Nicht-Problem präsentiert, und als Happy End gab es eine Einladung.
Stickarbeit und Illustration von Karin Kaineder (mma1998)Der Studiengang MultiMediaArt wurde im Jahre 1996 gegründet, und gehört damit zu den ältesten Fachhochschul-Studiengängen Österreichs. Seit dem Jahr 2000 hat der Studiengang jedes Jahr ca. 50 AbsolventInnen in die Welt hinaus geschickt.
Aber was ist MultiMedia? MultiMediaArt?
Photo von Maria OelingerAuf jeden Fall ist MultiMediaArt attraktiv. Das sehen wir an der Zahl der BewerberInnen jedes Jahr. Wir verschicken Broschüren an ca. 1000 Leute (die diese anfordern). Die Studienplätze sind jedes Jahr um ein mehrfaches “überbucht” – und das obwohl wir mit dem Bewerbungsprojekt eine hohe Latte gelegt haben.
Aber was ist eigentlich MultiMedia?
Im Jahre 1996, bei der Gründung des Studienganges, war ein MultiMedia-PC ein Computer mit CD-ROM Laufwerke und Soundkarten; Wäre dann MultiMediaArt die Kunst, für die CD-ROM Inhalte zu erstellen?
Diese Bedeutung mussten wir im Laufe der Jahre adaptieren und verfeinern.
Diplomarbeit “die Animation und ihre Techniken” von Iris Frisch, mma2004Im Jahr 2009 sehen wir MultiMedia auf zwei Arten: in der multimedialen Grundausbildung im ersten Studienjahr des Bachelor-Studienganges werden gemeinsame theoretische, handwerkliche und gestalterische Grundlagen gelegt.
Auf dieser Basis folgt dann die Spezialisierung im zweiten Studienjahr auf Mediendesign, Audio, Video oder Computeranimation. (Rätselfrage: Welche Figur im Bild stellt welchen Schwerpunkt dar?)
Das dritte Jahr ist wieder – auf andere Art – multimedial: die SpezialistInnen arbeiten zusammen an interdisziplinären, multimedialen Projekten.
Nun ein paar Beispiele für Projekte aus den 4 Schwerpunkten. Alle Arbeiten sind “Qualifikationsprojekte” am Ende des ersten Studienjahrs:
Characterdesign “Raumräuber” von Wolfgang Schütz, Qualifikationprojekt Mediendesign im 2.Semester. (Als 3d Animation umgesetzt von Alexander Zimmermann; beide mma2008.)Ein Beispiel für “Mediendesign”: Concept Art für einen 3d-Character. Andere Themen in Mediendesign sind Grafikdesign, Kommunikationsdesign, Interaction Design, u.a. Webdesign.
Animation “WormFront” von Pokorny Peter und Reisinger Regina, Qualifikationsprojekt Computeranimation im 2.Semester(Filmmusik von Kurz Thurn Goldenste Maximilian)
alle mma2007
Ein Beispiel für Computeranimation: ein kurzer Animationsfilm, erstellt in Maya.
Musikvideo von Friessner Stefan und Hammer Hadrian , Qualifikationsprojekt Video/Film im 2.Semester, beide mma2008Beispiel für Video/Film: Ein Musikvideo. Weiter typische Produkte sind Kurzfilme, Werbeclips, Dokumentationen.
Cogito Ergo Soundtrack von Leitenbauer Jan-Michael, Qualifikationsprojekt Audio im 2.Semester, mma2008Ein Beispiel für Audio: Soundtrack zu einem Filmprojekt. Weiter Themen – neben Filmmusik – sind Tontechnik und Sounddesign.
Mehr Werke aus dem Studiengang finden Sie auf der Portfolio Site von MMA.
Doch nun zu einem Problem:
Das Projekt “Cub Cub” zeigt ein Problem des Studiengangs MultiMediaArt: die StudentInnen können die Idee des Spiels entwickeln, visuelles Design und Sounddesign machen, die Level und Figuren bauen, …. aber sie können das Spiel nicht programmieren. Damit fehlt ein wichtiger Schritt in der Umsetzung. (In anderen Bereichen exisitert das Problem nicht: Filme, Webseiten, interaktive Installationen können wir vollständig umsetzen)
Poster von Thomas Grundnigg, mma1997Die Lösung lautet: MultiMediaTechnology. Seid Herbst 2008 bildet der “Geschwister-Studiengang” von MMA ProgrammiererInnen für die Medienwelt aus.
An einer anderen Hochschule würde der Studiengang vielleicht einfach “Medieninformatik” heissen – aber an einer anderen Hochschule hätten diese MedieninformatikerInnen nicht die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit MMA.
MMT bietet – nach der Grundausbildung im ersten Jahr – zwei Spezialisierungen an:
Webprojekt UniDash (Stundenplan)Programmierung Goltermann Dominik mmt2008, Qualifikationsprojekt Web am Ende des 2.Semester,
Webdesign Furtschegger Tobias und Uekermann Marcel, mma2007
Im Schwerpunkt “Web & Communities” geht es um Webprogrammierung und um die Entwicklung der nächsten Generation von Web-Applikationen. Das Projekt “UniDash” ist nicht nur ein Beispiel für Webprogrammierung, sondern auch für die erfolgreiche Zusammenarbeit von MMA + MMT.
Im Schwerpunkt “Augmented Reality & Game” geht es um Gameprogrammierung. Das Projekt von Rene Baumgartner verlässt dabei den Computer: die Spielsteine werden mit einem Beamer auf das Spielbrett projiziert, eine Kamera dient zum Input.
Damit kommen wir nun zum zweiten Problem:
Da MMA und MMT zwei verschiedene Studiengänge sind, müssen sich bereits die BewerberInnen entscheiden: Technik oder Gestaltung? Wir gehen davon aus, dass diese Entscheidung für die meisten ganz klar ist und eine getrennt Ausbildung von Anfang an sinnvoll ist.
Photo (c) FH SalzburgAber es gibt einige wenige außergewöhnliche Menschen, die beide Talente mitbringen und in beiden Bereichen weiterlernen wollen. Die Lösung: Sie können beide Aufnahmeverfahren durchlaufen und ein Doppelstudium beginnen. In 4 Jahren können Sie beide Bachelor-Studien abschließen.

So, die Präsentation / bzw. der Artikel ist schon fast vorbei, und es wurde noch gar nicht über den Bachelor gejammert. Sehr ungewöhnlich. Woran liegt das?
Das liegt daran, dass wir sehr stolz auf unseren Bachelorstudiengang sind: in drei herausfordernden, intensiven Jahren können engagierte Menschen sich auf hochschulniveau fit machen für verschiedene Jobs in der Medien-Branche.
Im Sommer 2009 verlässt der erste Bachelor-Jahrgang die Fachhochschule Salzburg. Sie haben zwei wissenschaftliche Arbeiten geschrieben, drei Qualifikationsprojekte selbstständig durchgeführt, ein Praktikum in der Wirtschaft absolviert und sind absolut fit für den Berufseinstieg oder ein Weiterstudium im Master.
Deswegen ist der Bachelor und das Bolognia-System kein Problem für uns; ganz im Gegenteil: es eröffnet uns neue Möglichkeiten:
Im Herbst 2009 startet der erste Jahrgang des neuen Masterstudiums MultiMediaArt.
Das Masterstudium führt die Tradition von MMA weiter: projektorientiert, praktisch, nah an der Branche, anspruchsvoll,… Und es bringt einige Neuigkeiten:
- mehr Zeit (in Summe 5 Studienjahre Bachelor + Master)
- ein neuer Schwerpunkt: Management von Medienprojekten
- Einstieg aus anderen Studiengängen in den Master von MMA
Bewerbung fürs Studium noch bis Montag, den 29.Juni.
Bewerbung als LektorIn jederzeit an die jeweilige Fachbereichsleitung.
Webseite aus der
Diplomarbeit
Photo “


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Jun 25th, 2009
[...] und als Happy End gab es eine Einladung. Dieser Artikel zum Vortrag wurde ursprünglich auf master.multimediaart.at veröffentlicht. Stickarbeit und Illustration von Karin Kaineder [...]